Mohamed Issah

#Storybox: Zuckerrohrkooperativen auf Mauritius

Geschrieben von Eric Löhr

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Heute stellen wir euch Mohamed Issah vor. Der 72- jährige Zuckerrohrbauer lebt auf Mauritius, besitzt 0,23 ha Land und ist Mitglied der Zuckerrohrkooperative Century Cooperative Credit Society. Mohamed nutzt die Rohrzuckerabfälle zum Mulchen und hat noch nie Pestizide eingesetzt. Allein im letzten Jahr konnte er mithilfe des mineralischen Düngers einen Ertrag von 36 Tonnen Zuckerrohr erzielen.

Rohrzucker auf Mauritius: Game Changer für Mauritius

Durch die Nutzung von Bodenanreicherungspraktiken wie Mulchen oder Kompostierung müssen Abfälle nicht verbrannt werden.

Auf Mauritius bemisst sich der Anbau von Zuckerrohr auf 70% der zur Verfügung stehenden Ackerfläche. Fast alles, nämlich 85%, werden in die Europäische Union exportiert. Die dabei entstandenen Handelsabkommen ebneten den Weg für weitere Branchen auf dem Inselstaat. Somit verdanken der Tourismus, die Finanzdienstleistung und die Industrie ihr ansteigendes Wachstum dem Erfolg des Rohrzuckeranbaus. Die Zuckerrohrbranche ist gut organisiert und besitzt eine solide Infrastruktur. Neben den Kleinbäuer*innen gibt es ebenso große Plantagen, wobei die Bedeutung der Kleinbäuer*innen von allen Beteiligten anerkannt wird. Gestärkt werden die Verflechtungen durch zahlreiche unterstützende Institutionen, wie der Century Cooperative Credit Society.

Das Zusammenspiel von Kooperativen und Fairtrade

Die Zuckerrohrkooperative ist eine von mehr als 30 Kooperativen auf dem Inselstaat Mauritius und liegt nahe der Stadt Camp de Masque. Sie wurde im Jahre 1914 gegründet und ist mit knapp 450 Mitgliedern die größte Kooperative. Ausgerichtet nach den Fairtrade-Prinzipien werden auch auf Mauritius gezielt kleinbäuerliche Strukturen gestärkt.

Ein Mann steht auf seinem Feld am Zaun und legt sich Schutzkleidung an
Dank der Fairtrade-Prämie hat Sadoollah Asruff die Möglichkeit geeignete Schutzkleidung zu erhalten.

Die Kooperation zwischen der CCS und Fairtrade ermöglichen Lösungen, um Kleinbäuer*innen wie Mohamed Isaah zu entlasten. Somit werden Transportkosten gedeckt, Schutzausrüstungen verteilt oder Baranreize genutzt, um die Produktion nachhaltiger zu gestalten. Auf diese Weise nutzen die Kooperativen die Fairtrade- Prämie, um den Kleinbäuer*innen Biodünger zur Verfügung zu stellen. Neben der Steigerung des Ertrags von Rohrzucker werden die Bauern motiviert Bodenanreicherungspraktiken wie Mulchen oder Kompostierung zu nutzen, statt die Abfälle zu verbrennen.

 

 

 

Die Partnerschaft mit Fairtrade ist für uns alle von Vorteil. Wir erhalten eine zusätzliche Rupie pro Tonne. Wir erhalten Ausrüstung, um sicher zu wirtschaften. Während der Pandemie schenkte uns die Kooperative außerdem ein Gartenpaket mit Gartengeräten und Saatgut, damit wir während der Abriegelung unsere eigenen Kräuter und Gemüse in unseren Gärten anpflanzen konnten. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Partnerschaft.

Die Teilnahme der Bäuer*innen an Kooperativen auf Mauritius ermöglicht den Handel nach Fairtrade-Standards. Somit tragen die Bäuer*innen selbst dazu bei den Lebenszyklus des Rohrzuckers für alle Beteiligten fair zu gestalten.

1 Kommentar zu „#Storybox: Zuckerrohrkooperativen auf Mauritius“

  1. Hallo Eric,

    Danke für den Beitrag über fair gehandelten Zucker aus Mauritius. Tatsächlich planen wir für dieses Jahr eine Reise dorthin. Kannst du uns sagen wo genau wir diese Kooperative in Mauritius finden können?

    Danke dir vorab und Grüße
    Christian

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