Seit 1968 sind die Städte Hannover und Blantyre in Malawi Städtepartner. Diese Partnerschaft ist inzwischen schon beispielhaft für effektive Entwicklungszusammenarbeit auf kommunaler Ebene geworden. Als die EU im vergangenen Jahr genau zu diesem Thema ein Programm auslobte, scharrte die Stadt Hannover unter der Leitung von Silvia Hesse vom Agendabüro weitere Partner um sich und bewarb sich erfolgreich um eine Finanzierung. Partner im Projekt „Aware and fair“ sind nun: die Städte Hannover (Deutschland), Blantyre (Malawi), Poznan (Polen), Litomerice (Tschechien) und Miskolc (Ungarn). Zudem ist TransFair Partner, denn ein Ergebnis des Projektes soll sein, dass alle beteiligten Städte Fairtrade Towns werden. Ein anderes, dass es ein gemeinsames Fairtrade-Partnerschaftsprodukt aus Malawi geben soll, welches in den Städten verwendet und verkauft wird. Aus diesem Grund fand vom 8.-15. Oktober eine Reise zu den Fairtrade-Kooperativen in dem südostafrikanischen Land statt.

Unsere bunt gemischte Reisegruppe, bestehend aus Polen, Ungarn, Tschechen und Deutschen traf sich bereits in Frankfurt am Flughafen. Nach einem Übernachtflug landeten wir am Samstag, 8. Oktober, auf dem Flughafen von Blantyre, der größten und wichtigsten Stadt in Malawi. Auch wenn Lilongwe offiziell Hauptstadt ist, ist Blantyre das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Zahlreiche malawische und internationale Unternehmen haben ihren Sitz bzw. ihre Niederlassung in Blantyre.

Wir wurden von einer Delegation des City Council von Blantyre empfangen, die von malawischer Seite Partner des Projektes sind. Die halbstündige Fahrt vom Flughafen zum Hotel gab einen ersten Eindruck darüber, warum das Land zu den ärmsten in Afrika zählt.

Die beiden ersten Tage waren dafür reserviert, den Stand des Projektes zu berichten und mit den malawischen Partnern zu eruieren, was ihre Erwartungen an das Projekt sind. Besonders begeistert zeigten sich die drei Vertreter der Stadt Blantyre von der Idee, Blantyre zur ersten Fairtrade Town in Malawi und zur erst zweiten in ganz Afrika zu machen. Die Kriterien sind lediglich bei der Verfügbarkeit von fair gehandelten Produkten in Einzelhandelsgeschäften und gastronomischen Betrieben angepasst an die Verhältnisse in Ländern des Südens.