Nach der Aufführung in Nairobi ging es am nächsten Tag mit dem Bus zur Penta Blumenfarm, wo wir die zweite Premiere unseres Theaterstücks hatten – in der Verapackungshalle der Farm. Auf dem Weg gab ich den Schauspielerinnen und Schauspielern noch letzte Infos zum Fairen Handel mit Blumen aus Kenia.

Für die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war es die erste Berührung mit einer Theateraufführung in ihrem Leben. Das Publikum ging mit und die Stimmung auf der Rückfahrt war gut. Das Hope Theatre feiert im Mai ihr fünfjähriges Jubiläum und arbeitet bei vielen Aufführungen immer mit anderen Gruppen wie Wayo Wayo – das bedeutet „Fußabdruck“ auf kenianisch – wo auch Happiness mittanzt. Fast alle kommen aus den diversen Slams Nairobis, wo das Hope Theatre viele Workshops gibt.

Hier einige Impressionen vom Treffen mit dem Joint Body – jenem Gremium von Arbeiterinnen und Arbeiter die über die Verwendung der Fairtrade-Prämie entscheiden – und der Theater-Aufführung bei Penta Flowers.

 

Hintergrundinfos zu Penta Flowers

Penta war vor gut zehn Jahren die erste Blumenfarm die sich Fairtrade-zertifizieren ließ. Heute arbeiten auf der Farm etwa 700 Frauen und Männer. Knapp 50% der Produktion werden als Faitrade verkauft.

Verkehr im überfüllten Nairobi

Verkehr im überfüllten Nairobi

Die Inhaberin Sabine Kontos und ihr Team sind weiter sehr engagiert ihre Standarts auf Umwelt- und Sozialebene voran zu treiben und eine Vorreiterrolle in der kenianischen Blumenproduktion einzunehmen.

Und ein letzter Satz zu Nairobi: Stau, Gestank und Lärm. Die Schlangen an den Haltestellen sind endlos. Von A nach B hat uns oft Stunden gekostet, obwohl es nur 7 km waren.

Morgen geht es ganz früh wieder nach Äthiopien zur Sher Blumenfarm. Dazu und sowie mit weiteren Infos zum Klimaprojekt dann in meinem nächsten Bericht.