Am 26.09. von 9:50 bis 11:20 Uhr waren Sol Toro und Sandra Palacios im Berufskolleg an der Lindenstraße in Köln zu Gast. Im Rahmen der Fairen Woche 2017 und des diesjährigen Themas „wirtschaftliche Perspektiven für die Produzent*innen im Globalen Süden“ stellten sich die beiden den Fragen der SchülerInnen. Das Berufskolleg an der Lindenstraße (BKaL) ist bereits seit 2014 zertifizierte Fairtrade-School. Für dieses Schuljahr hat das BKaL das „Jahr des Respekts“ ausgerufen, in dessen Rahmen die Begegnung mit der Produzentin und der CLAC-Vertreterin fiel. Sol und Sandra hielten dort einen Vortrag, der von einem Spanisch-Lehrer der Schule übersetzt wurde. Danach war genug Zeit die erarbeiteten Fragen der SchülerInnen zu beantworten. Es handelte sich um SchülerInnen der 11. Klasse, die erst seit einigen Wochen am BKaL sind. So war es für einige SchülerInnen die erste Veranstaltung zum fairen Handel, erklärte mir ein Schüler. Das Publikum war sehr interessiert und es wurden spannende Fragen gestellt.

Beispielsweise wollte eine Schülerin wissen, welche Zielgruppe mit fair gehandelten Produkten angesprochen wird, da sich viele Menschen die teuren fair gehandelten Produkte nicht leisten können. Außerdem kam die Frage auf, warum es wichtig sei Fairtrade in Südamerika zu unterstützen. Die Frage, ob Fairtrade zukünftig Erfolg haben wird, beantwortete Sandra mit einem klaren „ja“ und wies darauf hin, dass fairer Handel keine Mode sein sollte, sondern eine Tendenz. Nach dem Motto „Mode vergeht, Tendenz bleibt“. Ein Lehrer wollte wissen, ob Bauern, die Kokain angebaut haben auf ein anderes Anbauprodukt umgestellt haben, aufgrund des Fairtrade-Systems. Das sei nicht der Fall, sagten Sol und Sandra und begründeten es damit, dass der Anbau von Kaffee erst allen Kleinbauernfamilien in Kolumbien ein besseres Einkommen sichern kann, wenn fair gehandelter Kaffee weltweit stärker nachgefragt wird.

Auch das Fairtrade-Schulteam hat sich vorgestellt und für Mitgliedschaften geworben.

Es freut mich zu sehen, dass Schulen im Bereich des fairen Handels so aktiv sind und dass SchülerInnen dafür zu begeistern sind! Ich denke, dass gerade die Schulen eine gute Plattform sind, wo man jungen Menschen mit fairem Handel begegnen kann und sie motivieren kann sich zu engagieren!

 

Beitragsbild (oben): Die Organisatoren B. Heilmann (1.v.li.) und L. Lamers (1.v.re) mit den Gästen aus Kolumbien (Mitte); Foto: Görgen