… diese Worte stammen von Juan Aquino Vilchez, dem herzlichen  Bananen-Produzenten aus Peru. Neben ihm sitzt Jimmy Yarly Nunjar Quevedo, der Präsident der Fairtrade-Bananen-Kooperative namens Acproboquea. Ihnen beiden blicken gespannt mehrere hundert Schülerinnen und Schüler des Petrinum Gymnasiums entgegen.

20140924_081136Die Schule wurde bereits am 22. Mai 2013 für ihr herausragendes Engagement zum Fairen Handel als Fairtrade-School ausgezeichnet. Zu ihrem Banana Fairday haben  Schulleiter Jörg Schürmann und das Eine-Welt-Team interessierte Schülerinnen und Schüler der benachbarten Schulen  Kuniberg Berufskollegs und des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs eingeladen. Juan und Jimy zeigen beeindruckende Bilder und erzählen über Ihr Leben als „Bananeros“ in den Hochländern Perus. Man merkt welchen Eindruck die beiden Peruaner bei den Schülern hinterlassen. Was sie im Erdkunde-, Religions- oder Spanisch-Unterricht gelernt haben, können Sie jetzt aus erster Hand erfahren. Und das lassen sich die Schüler natürlich nicht nehmen. „Welche Herausforderungen gibt es im Bananen-Anbau?“. „Wieso habt ihr euch als Fairtrade-Kooperative zertifizieren lassen?“ oder etwa: „Was war die größte Banane, die ihr je produziert habt?“. Großes Gelächter bricht aus, als Juan schmunzelnd zugibt, dass tatsächlich er die größte Banane der Kooperative auf seinen 0,4 Hektar Fläche hervorgebracht hat. Und er ist stolz darauf. Er könne sich gar kein anderes Leben vorstellen. Auch Jimy berichtet von den positiven Erfahrungen, die ihm im Zuge der Zertifizierung als Fairtrade-Kooperative wiederfahren sind. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen haben sich grundlegend verändert. Das wichtigste sei, dass er nun mit einem festen Preis für seine Bananen rechnen kann. Dies gebe ihm Sicherheit und sei die Basis für weitere Planung und bessere Zukunftschancen.

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Von Berlin nach München und zurück.

Die beiden Produzenten haben eine lange Reise hinter sich. Für den 44-jährigen Juan ist es der erste Besuch in Deutschland, in Europa und sogar die Hauptstadt seines Heimatlandes Lima hat er auf dem Weg zu uns das erste Mal besuchen können. Für Juan und Jimy geht es während der Fairen Woche durch mehrere deutsche Städte, darunter nach Berlin, Hamburg, München und Mainz. Auf ihrer Deutschland-Tour besuchen Sie Akteure verschiedener Fairtrade-Initiativen und berichten über die Wirkung des Fairen Handels in ihrer Kooperative. Eine tolle Erfahrung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bereits im vergangenen Jahr begrüßte das engagierte Gymnasium eine Produzentin in dem historischen Schulgebäude. Die Kaffeebäuerin Magda Flavia Reza wurde ebenso herzlich empfangen wie die beiden Bananeros. Auch zum zweiten Mal war es war rundherum eine tolle Veranstaltung.