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C. Geetha arbeitet im „Cutting“ und hat an dem Training zu Fairtrade teilgenommen. Sie wusste vorher nicht, dass auch die Baumwollbauern von Fairtrade profitieren.

C. Geetha hat das Fairtrade-Siegel wahrscheinlich mindestens so oft gesehen wie ich. Trotzdem wusste sie bis vor kurzem nicht, was das Zeichen eigentlich genau bedeutet. Die junge Inderin arbeitet in einer Textilfabrik in Tiruppur, die auch Textilien aus Fairtrade-Baumwolle herstellen. Sie ist für das „Cutting“ zuständig. Das heißt, dass sie Stoffe nach Schnittvorlagen zuschneidet. Die einzelnen Puzzleteile, werden dann später von ihren Kolleginnen und Kollegen an der Nähmaschine zu einem T-Shirt einer Hose oder anderen Kleidungsstücken zusammen genäht.

Geetha und einige Kollegen haben vor kurzem an einem Training teilgenommen, das zur Vorbereitung des Fairtrade-Textilstandards durchgeführt wurde. Im Training haben die Teilnehmer anhand von Videos und Bildern mehr über Fairtrade erfahren. Außerdem wurden verschiedene Rollenspiele durchgeführt. Bei der Schulung ging es darum zu erklären, was Fairtrade eigentlich bedeutet und was hinter diesem grün blauen Zeichen steckt, dass sie so häufig auf den Kleidungsstücken sehen.

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In der Fabrik haben wir die Möglichkeit den Weg eines T-Shirts zu verfolgen. Auf dem Bild sieht man mich (Hintergrund) mit meiner Kollegin Rossitza Krüger von Fairtrade International. Sie war bei dem Training auch dabei.

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Das Training fand mit Arbeiterinnen und Arbeitern aus allen Abteilungen statt.

Meine Kolleginnen und ich sind nach Tiruppur gereist, um zu erfahren, wie das Training bei den Arbeiterinnen und Arbeitern angekommen ist und was sie sich selber von Fairtrade versprechen würden.

„Ich habe immer gedacht das Fairtrade-Siegel gibt es nur für Textilien. Erst durch das Training habe ich erfahren, dass auch die Baumwollbauern und die Dörfer von Fairtrade erreicht werden. Das wusste ich vorher gar nicht“, erklärt uns Geetha. Für alle Teilnehmer war es spannend zu sehen wie Fairtrade das Leben der Bauern positiv verändern kann und dass auch die Kinder der Bauernfamilien durch Bildungsprojekte, die mit der Fairtrade-Prämie finanziert wurden, profitieren. Das die Baumwollbauern durch Fairtrade ihre Lebenssituation verbessern können begeistert sie richtig. Ihre Kollegin Nirandana würde die Bauern am liebsten sogar besuchen, um zu sehen wie sie ihre Baumwolle verkaufen.

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Nirandana (rechts im Bild) würde gerne einmal die Baumwollbauern besuchen.

Für sie selber sind vor allem die Themen Löhne, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz aber auch die Qualität der Produkte wichtig.

Bei dem Training haben die Teilnehmer auch erfahren, dass es jetzt eine Fairtrade Organisation in Indien gibt und so auch Fairtrade-Produkte auf dem indischen Markt verfügbar sind. Alle sind von der Idee begeistert selber Fairtrade-Produkte kaufen zu können und fragen uns wo sie diese bekommen können.
Das wollen wir auch wissen und nehmen diese Frage mit nach Bangalore, da wir dort in den kommenden Tagen Gelegenheit haben, den neuen Direktor von Fairtrade Indien treffen zu können.