…. auf 2500 m Höhe am Fuße des Mount Kenias – dies war die Beschreibung von Enock Shayna des Joint Body-Präsidenten (gemeinsam der Ibis und Siraji Farmen von Finlay)!

Die beiden Farmen haben insgesamt rund 2.200 Arbeiter, zwei Drittel sind festangestellt, die Hälfte sind Frauen. In 4 Jahren im Fairtrade-System sind 416.000 Euro Premium angekommen und so in Projekte geflossen, dass Fairtrade eine spürbare Präsenz hat. Alle haben Anteil daran und Schulbildung für die Kinder ist das wichtigste.

So auch für die beiden Blumencutterinnen Puriti Gacheri und Sarah Njokabi. Beide können ihre Kinder (Sarah lebt alleine mit 4 Kindern und Puriti hat ein Kind) auf eine gute Schule schicken. Das ist sichtbar ihr Stolz. Daneben haben beide an Qualifizierungskursen teilgenommen. Puriti ist jetzt ausgebildete Friseurin und kann sich noch einige kenianische Shillings dazu verdienen. Sarah nimmt an Computerkursen teil. Sie wollen beide Geld verdienen, um ihren großen Traum zu verwirklichen – menschenwürdiger zu wohnen.  Von meinem Besuch bei Puriti erzähle ich später.

Beeindrucken ist auch, wie die Umgebung mit profitiert. Im Umfeld von 15km werden alle Gemeinden einbezogen und die diversen Gesundheits- und Schulprojekte dienen allen.

Alle Arbeiterinnen und Arbeiter sagten, wenn sie Blumen mit dem Fairtrade-Siegel packen haben sie Freude und Stolz und strengen sich noch mehr an, weil es IHRE Rosen sind, die ihnen noch mehr Möglichkeiten bieten.
Die großen langstieligen Rosen sind eine Augenweide. Es ist die Qualität, die man sonst nur von Südamerika kennt, die sicher ihre Abnehmer in hochwertigen Gebinden in Supermärkten aber eben auch in Blumenfachgeschäften finden wird.
Höhe und Klima lassen sie ungewöhnlich lang, farbig und eben mit großen Blüten wachsen.

Finlay sieht übrigens Talent bei mir, immerhin habe ich über eine Stunde ohne Abfall Blumen geschnitten! Durchschnitt der Rosencutterinnen sind 500 Rosen am Tag: überflüssiges wegschneiden und nach Länge sortieren.