Die Rundreise der beiden VertreterInnen von COMSA geht weiter. Am Freitag dem 18.09.2015 waren Rodolfo Peñalba und Sonia Vasquez am Freiher-vom-Stein-Gymnasium in Oberhausen zu Gast. Vor mehr als 200 engagierten Schülern berichteten sie ausführlich über ihre Arbeit und die Vorteile der Fairtrade-Zertifizierung. Wegen des jungen Publikums gingen Sonia und Rodolfo natürlich vor allem auf die Förderung von Kindern und Jugendlichen ein, die bei COMSA eine große Rolle spielt.

Gymnasium seit einem halben Jahr Fairtrade-School

„Wunderbar, wie ihr euch schon im jungen Alter für den Fairen Handel einsetzt“, zeigte sich Rodolfo nach der Präsentation zweier Schüler beeindruckt. Die beiden Mitglieder der Fairtrade-AG stellten das Engagement der Schüler vor und präsentierten, wie sich die Schule Schritt für Schritt dem Titel Fairtrade-School näherte. Die AG entstand im Frühjahr 2014 aus Mitgliedern der damaligen Klasse 7e. Als die SchülerInnen im Erdkundeunterricht bei Herrn Poretschkin das Thema Globalisierung und Fairtrade behandelten, wuchs der Wunsch selber aktiv zu werden und sich zu engagieren. Seitdem gab und gibt es am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium viele verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel einen fairen Rosenverkauf, ein Faires Frühstück, diverse Verkaufstände und bald auch ein faires Schulfest. Im März 2015 wurde die Schule schließlich als Fairtrade-School zertifiziert.

Intensive Podiumsdiskussion vor interessierten SchülerInnen

Nachdem die SchülerInnen sowie Sonia und Rodolfo sich und ihre Arbeit vorgestellt hatten, folgte eine spannende Podiumsdiskussion. Neben den beiden ProduzentInnen nahmen Sabine Lauxen, Umweltdezernentin der Stadt Oberhausen und Karim und Dennis, zwei weitere Mitglieder der Fairtrade AG, auf der Bühne Platz. Moderiert wurde die Veranstaltung von Vera Dwors, der Regionalkoordinatorin des Eine-Welt-Netzes NRW für das westliche Ruhrgebiet. Pfarrer Helmut Müller, der als Sprecher des Arbeitskreises Fairtrade der Stadt Oberhausen fungiert, musste leider kurzfristig absagen. Dies tat der intensiven Diskussion jedoch keinen Abbruch. „Fairtrade ermöglicht Kindern in anderen Ländern in die Schule zu gehen und eine gute Bildung zu erhalten“, betonte Karim. Auch Dennis zeigte sich begeistert von der Arbeit in der AG, denn ganz nebenbei „macht diese auch noch Spaß und ist unheimlich interessant“. Beide Schüler hatten gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der AG viele Fragen vorbereitet, die sich vor allem auf die Vorteile von Fairtrade, den biologischen Anbau und die Förderungsmöglichkeiten für Jugendliche bezogen. Sonia erwähnte in diesem Zusammenhang die intensive Zusammenarbeit von COMSA mit einer Schule in Honduras. So versuche man den Kindern schon früh Dinge näherzubringen, die in den Lehrplänen der staatlichen Schulen häufig nicht zu finden seien. Der Fokus liegt hier vor allem auf der Nachhaltigkeit und dem Naturschutz, zwei Aspekte, die COMSA sehr nahe stehen. Dies zeige sich häufig auch an den Universitäten. So haben sowohl Sonia als auch Rodolfo in Honduras Agraringenierwesen studiert. Den Wunsch nach einer ökoligischen und nachhaltigen Landwirtschaft konnten beide jedoch erst bei COMSA verwirklichen, da diese Thematik an der Uni nur selten behandelt wurden und dort konventionelle Praktiken im Vordergrund standen. Die Umweltdezernentin Sabine Lauxen verwies darauf, dass auch die Zusammenarbeit in Oberhausen zwischen der Fairtrade School und der Fairtrade Town äußerst fruchtbar sei und beide nur voneinander profitieren können.

Aufwand hat sich gelohnt

Der Leiter der Fairtrade-AG Martin Poretschkin gab zu, dass der Besuch der ProduzentInnen sicherlich eines der aufwendigstens Projekte war. In Anbetracht der guten Planung und des gelungenen Ablaufs habe sich der Aufwand jedoch auf jeden Fall gelohnt. Zum Abschluss ließen die Kinder der Fairtrade-AG die Veranstaltung gemeinsam mit den Gästen der Podiumsdiskussion bei selbstgebackenem Kuchen mit Zutaten aus Fairem Handel ausklingen.

Rundreise neigt sich dem Ende zu

Die Rundreise von Rodolfo und Sonia neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Am Wochenende machten die beiden HandelsvertreterInnen einen Abstecher in den Süden und waren bei den Fairtrade Scouts in Würzburg und einer Fairtrade School in Weissach am Tal zu Gast. Abgeschlossen wird die Rundreise dann beim Coffee Fairday am Freitag dem 25. September auf der Domplatte in Köln.