Gerade hat der 2. Tag der CLAC-Versammlung in Honduras begonnen. Im Moment berichten die Länder-Koordinationen – also die nationalen CLAC-Vertretungen – über ihre Tätigkeiten des vergangen Jahres. Bleibt also Zeit für einen Nachtrag von gestern Nachmittag: am gestrigen Nachmittag wurden zum einen sämtliche Formalitäten wie Vorstandswahlen erledigt. Richtig spannend wurde es danach, als die Notwendigkeit der stärkeren Abgrenzung gegenüber Plantagen diskutiert wurde. Insbesondere die mögliche Einführung einer eigenen sichtbaren Kennzeichnung für kleinbäuerliche Produzenten wurde intensiv diskutiert, und wie dies umgesetzt werden könnte. Es wurde schnell klar, dass es dazu noch ziemlichen Diskussionsbedarf gibt – nachher wurde noch lange auf den Korridoren diskutiert.

Beim CLAC-Meeting haben sich am Vormittag die Produzentennetzwerke zu Kaffee, Kakao, Honig, Bananen etc. getroffen. Ich habe mich zur Teilnahme an der „Kaffeerunde“ entschlossen – es hat sich gelohnt. Eine dicht gepackte Themenliste wurde diskutiert: Fairtrade-Mindestpreis für Kaffee, niedrige Erträge wegen zunehmendem Einfluss des Klimawandels, Rentabilität der Produktion von Bio-Kaffee – um nur einige Themen zu nennen. Die Diskussionen waren durchweg engagiert und zum Teil ziemlich emotional. Man kann davon ausgehen, dass diese Diskussionen nach dem Treffen weitergehen bzw. erst am Anfang stehen. Es bleibt also spannend.