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Fairtrade-Schüler*innenakademie in Hannover und Nürnberg

Geschrieben von Gastbeitrag

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Die Jugend für den fairen Handel zu begeistern und dabei Bildung für nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen – so das Kredo der beiden Schüler*innenakademien 2019 in Hannover und Nürnberg. Am 26. September war es in Hannover soweit, die ersten Schülerinnen und Schüler trudelten ein, dabei war es schön zu sehen, dass ab der 7. Klasse jede Altersgruppe vertreten war. Viele Hoch-Motivierte waren mit einer Menge Fragen und Neugier im Gepäck angereist.

Sechs Workshops wurden von Referent*innen aus verschiedensten Institutionen organisiert. Sie handelten von Argumenten und aktiv werden für den fairen Handel, einer Reise des Kakaos, diskriminierungssensibler Öffentlichkeitsarbeit und fairer Kleidung. Außerdem führte eine globalisierungskritische Stadtführung durch die Landeshauptstadt Niedersachsens. 60 Schüler*innen wurde so eine besondere Zeit außerhalb ihres Schullalltags ermöglicht, die Raum bot in die Weiten des Themas Nachhaltigkeit einzutauchen. Der abwechslungsreiche Tag wurde mit einem Theaterstück von den „Global Playerz“ abgerundet. 

Der Abschluss der Akademie in Nürnberg sah ähnlich aus. Doch hier war der Umfang des Events ein völlig anderer, denn es nahmen 170 Schüler*innen teil. Am 11. November lernten sie, wie es möglich ist sich für eine fairere Welt zu engagieren oder was es bedeutet den eigenen Konsum zu hinterfragen. Besonders eingeprägt haben sich dabei meine Eindrücke des Workshops „Tanzgespräch – faire Schritte im Alltag“. Viele Teilnehmenden konnten sich zunächst nicht konkret vorstellen, was sie im Workshop erwarten würde,  trotzdem sind sie sehr beeindruckt aus den intensiven 1 ½ Stunden herausgegangen. Natascha Bamy von dem Netzwerk „Bildung trifft Entwicklung“ gelang es die Jugendlichen mit schwierigen z.B. rassistisch aufgeladenen Alltagssituationen zu konfrontieren und ihnen dabei zu helfen eigenständig Lösungsoptionen zu erarbeiten. Es war erstaunlich wie dieser Workshop, begleitet von interaktiven Tanzeinheiten aus diversen Kulturen, den Balanceakt zwischen sehr ernsten Themen und einer spielerischen Herangehensweise wahren konnte. Ich hoffe, dass dieses Workshop-Beispiel repräsentativ auch für die kommenden Fairtrade-Schüler*innenakademien stehen wird – denn die nächste ist schon in Planung, im 1. Halbjahr 2020 geht es in Rheinland-Pfalz weiter.

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