Fairer Handel hat viele Facetten – ob in den Weltläden, im Supermarkt, in der öffentlichen Beschaffung, in der Gastronomie oder in den Schulen, ob in Form von Kaffee, Früchten und Süßigkeiten oder in Form von Kleidung und Kunsthandwerk. Bunt und vielseitig präsentierte sich der Faire Handel am 6. Juli in Augsburg anlässlich der Fair Handels Messe Bayern 2013.

Rund 50 Aussteller und über 1000 Besucher tummelten sich bei bestem Sommerwetter in der Toskanischen Säulenhalle und weiteren Räumen des Zeughauses in Augsburg. Für die Fair Handels Messe ist dieser Ausstellungsort eine Premiere, denn bisher hatte die Messe im Augsburger Rathaus stattgefunden. Doch mittlerweile ist das Interesse so groß, dass der Platz im Rathaus nicht mehr ausreichend ist. Dies betonte Oberbürgermeister Kurt Gribl, der die Messe gemeinsam mit der bayerischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Emilia Müller, eröffnete.

Mein Kollege Benjamin Drösel und ich nutzten die wunderbare Gelegenheit und informierten die Messebesucherinnen und Besucher über die Aktivitäten von Fairtrade Deutschland, die neue Kampagne Fairtrade Schools und die Ergebnisse der Studie „Fairtrade wirkt“.

Der Faire Handel hat in Augsburg eine lange Tradition, welche eng verbunden ist mit der engagierten Arbeit des Eine Welt Netzwerks Bayern mit Sitz in der Fuggerstadt. Seit 2010 trägt Augsburg zudem den Titel „Fairtrade Town“.

Gastland Südafrika

Ein besonderes Highlight der Messe war die Präsentation des Gastlandes Südafrika. Die Regionen Westkap und Gauteng in Südafrika sind seit 1995 Partnerregionen Bayerns. Arianna Baldo, Sprecherin von Fairtrade Südafrika, machte deutlich, dass ihr Land sowohl Produzent als auch Konsument von Fairtrade-Produkten sei, was die Arbeit besonders spannend macht.

Neben Fair Handelshäusern, Weltläden und Eine Welt Vereinen präsentieren auch junge Initiativen ihre Arbeit und ihre Ideen in Augsburg. So zum Beispiel die Inhaber von Bananeira, die in ihrem Café in Erlangen Fairtrade-Kaffee und Fairtrade-zertifizierte Frucht-Smoothies anbieten und damit den Nerv der Zeit treffen.

Wir sind schon gespannt, was uns im nächsten Jahr auf der FAIR HANDELS MESSE BAYERN erwarten wird!

 

 

Fairtrade Deutschland wird bei seinen Aktivitäten in Süddeutschland im Rahmen des Programms „CSR – Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).