Kristina Klecko, Amit Narke und Hasmukh Dhodi bei der Veranstaltung zur Fashion Revolution in Lüneburg

„Der wahre Preis der Billigmode“ – Auftakt der Rundreise zur Fashion Revolution 2018 in Lüneburg

Geschrieben von Kristina Klecko

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Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesch der Gebäudekomplex „Rana Plaza“ mit mehreren Textilfabriken ein. Die Katastrophe forderte über 1.100 Todesopfer und mehrere Tausend Verletzte. Seitdem erinnern Aktive mit dem Fashion Revolution Day überall auf der Welt an das Unglück. TransFair e.V. unterstützt die Kampagne mit einer Aktionswoche vom 23. bis 29. April.

„Kleidung tragen wir alle. Stellen Sie sich vor, wir würden auf einmal alle fair produzierte Kleidung fordern. Wir könnten wirklich eine Revolution starten!“ Mit diesen Worten leitet Amit Narke, Gründer und Geschäftsführer der indischen Textilfabrik Purecotz ecolifestyles pvt ltd, seine Präsentation an der Leuphana Universität in Lüneburg sein – seit Februar 2016 ausgezeichnete Fairtrade-University. Es ist die erste Station seiner Reise durch Deutschland, die er zusammen mit seinem Mitarbeiter Hasmukh Dhodi auf Einladung von Fairtrade Deutschland am Montag, 23. April 2018, angetreten ist.

„Wir müssen Forderungen stellen…“

An diesem ersten Veranstaltungstag geht es um die Voraussetzungen, die für eine Fashion Revolution erfüllt sein müssen: Steigerung der Nachfrage nach fairen Textilien durch Sensibilisierung gehören für die Mitdiskutant*innen Henning Siedentopp, Melawear, Kristina Klecko, TransFair e.V. / Fairtrade Deutschland und Prof. Dr. Pez, Leuphana Universität Lüneburg ebenso dazu wie Forderungen an Politik und Wirtschaft, transparente Lieferkette sowie die Unterstützung der Textilproduzent*innen bei der Umstellung auf sozial faire und umweltschonende Produktion. Dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen, aber ein erster Schritt, so die Hausaufgabe von Prof. Pez an die anwesenden Studierenden, beginnt mit der Frage #WhoMadeMyclothes? Jeder*r könne im Laden Fragen stellen und, sollte keine Antwort kommen, den simplen Satz „Dann schaue ich mich lieber woanders um, danke.“ sagen. Dieser Satz, so Pez, sei für jede Händlerin und jeden Händler ein Stich, der letztlich zur Anpassung des Sortiments führe.

„…und es selbst besser machen.“

Nicht vergessen sollten gerade Studierende jedoch ihre Rolle als künftige Wissenschaftler*innen, Arbeitnehmer*innen und Führungskräfte. Für Hasmukh Dhodi und Henning Siedentopp braucht es für eine echte Revolution aber auch: ein gutes Produkt und die dazugehörige Geschichte.

Mehr Infos unter www.fairtrade-deutschland.de/fashionrevolution

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