Paulo Ferreira Junior ist auf der Kaffeefarm seiner Eltern aufgewachsen. Heute unterstützt er alle Fairtrade-zertifizierten Kaffeeproduzent*innen in Lateinamerika – als Manager beim regionalen Produzentennetzwerk CLAC. Und hat eine klare Vision für die Zukunft des Kaffees.
Paulo Ferreira Junior trägt seine Liebe für den Kaffee auf der Haut: Auf seinem Oberarm hat er das Bild einer Kaffeepflanze tätowieren lassen, die aus einer Tasse heraus wächst. Die braune Bohne spielte schon früh eine Hauptrolle in seinem Leben. Er stammt aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, dem größten Kaffeeanbaugebiet der Welt. Dort befindet sich auch die Kaffeefarm seiner Eltern, wo er aufgewachsen ist.
In Minas Gerais bestimmt der Kaffee den Lebensrhythmus und die Jahreszeiten. Die Ernten strecken sich über Wochen, dann müssen die Kaffeekirschen rechtzeitig geerntet, entpulpt, getrocknet werden. Durch die Klimakrise geraten jedoch traditionelle Gewissheiten aus dem Takt. Es regnet zu viel oder zur falschen Zeit, oder es regnet überhaupt nicht. Der Frost kommt öfter als früher, die extreme Hitze schädigt die empfindlichen Pflanzen.