Max von Tulle – oder „Von schwäbischen Wasserwelten und Teezeremonien“ lautete der 1. Gang des Gala-Dinners in Heidenheim

Kirche, Schule, Einzelhandel, Gastronomie und die Stadt. Auf welch breite Basis der Faire Handel in Heidenheim zählen kann, zeigt allein, dass alle am Gelingen des Gala-Dinners zur Auszeichnung Heidenheims als 100. Fairtrade Town beteiligt waren: Der Saal des Paulusgemeindehauses war festlich geschmückt, durch den Abend führten gekonnt Schülerinnen und Schüler des Heidenheimer Hellenstein-Gymnasiums, das sich mit vielen Aktionen für den Fairen Handel einsetzt. Ich hatte ja keine Ahnung wie viele Kleidungsstücke aus Alpaka-Wolle hergestellt werden! Mützen, Stulpen, Blusen, Westen, Jacken…Die Modenschau des Weltladenteams war deshalb eye-catcher und eye-opener gleichermaßen. Und die Gastronomen? Die haben sich schlicht selbst übertroffen. Wirte aus der Region und Weltladen zauberten ein regional & faires 4-Gänge Menü. Vom Saibling „Max von Tulle“ auf Linsen in einer Vinaigrette aus fairem grünen Tee, über die Quinolersuppe, Pute vom Demeterhof mit fairem Curryreis bis hin zum süßem Fairtrade-Dreierlei und der fairen Praline zum Fairtrade-Kaffee – reine Freude für den Gaumen und eine (kugel-)runde Sache!

‚S lebberd sich – ganz positiv!

Selbstkritisch, oder auch bescheiden, wie die Schwaben sind, beschrieb Oberbürgermeister Bernhard Ilg Heidenheim als kleines Rädchen im Großgetriebe des Welthandels. Das mag stimmen, aber der Abend in Heidenheim und der Veranstaltungsmarathon zur 100. Fairtrade Town Deutschlands zeigen: ‚S lebberd sich!

Als Nachtisch gab es „Süßes Fairtrade-Dreierlei“

‚S lebberd sich, aus dem Schwäbischen frei ins Hochdeutsche übersetzt, heißt so viel wie: es kommt was zusammen, oder auch – viele Einzelbausteine aufsummiert ergeben etwas Neues, etwas Großes. Denn nur durch viele kleine Rädchen, die sich bewegen, kann sich auch das große Ganze bewegen. Viele kleine und große Kommunen knackten gemeinsam die 100 bei der Kampagne Fairtrade Towns. Einzelne engagierte Heidenheimer kamen zusammen zur Steuerungsgruppe und haben die Stadt auf den Weg zu mehr Fairness gebracht. Und aus den Aktionen und dem großen Einsatz der Steuerungsgruppe wurde der Titel Fairtrade Town und ein wunderbarer Abend, an den bestimmt nicht nur ich gerne und lange zurückdenke.

Oja, ich bin überzeugt: ’s lebberd sich – und darauf kommt’s beim Fairen Handel an.

Und das Titelbild??

Das Titelbild dieses Artikels…das seht ihr als animiertes Video auf der Fairtrade Town Website der Stadt Heidenheim. Tolle Seite – und ein plakatives Statement für den Fairen Handel. Super!