Genau das war das Ziel, als ich Mitte April ins schöne Nordwalde eingeladen wurde. An diesem Abend trafen sich Fairtrade Engagierte aus dem ganzen Kreis, mit Vertretern des Arbeitskreises „Faie Woche Nordwalde“, der zugleich die Steuerungsgruppe in Nordwalde ist und Vertretern des Landkreises. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde deutlich, fast alle einzelnen Gemeinden und Städte wollen Fairtrade Towns werden. Da kommen die Bemühungen Fairtrade Landkreis zu werden genau richtig. Denn sich gemeinsam auf den Weg zu machen, ist einfacher als alleine. Ganz wichtig dabei ist die Hilfe und Unterstützung aus der Verwaltung des Kreises Steinfurt und der Engagierten vor Ort, die diesen Prozess Fairtrade Town zu werden schon hinter sich haben.

In meinem Vortrag gehe ich besonders auf die Fragen ein, die in den potentiellen Fairtrade Towns gerade aktuell sind: Wie können wir weitere Engagierte für die Steuerungsgruppe gewinnen? Was ist, wenn wir in Ratssitzungen gar keinen Kaffee trinken? Oder wie können wir weitere Gastronomen vom Fairen Handel überzeugen? Gerade hier empfiehlt sich immer unser „Taste“-Broschüre für den Außer-Haus-Markt. In dieser sind viele Artikel speziell für die Gastronomie aufgeführt, von kleinen Zuckersticks bis hin zu Arbeitskleidung aus Fairtrade Baumwolle.

 

Wie kann es weiter gehen? – Von der Stadt zum Landkreis

Die Steuerungsgruppe Nordwalde hat es sich zum Ziel gesetzt nach der Verleihung des Titels ihr Engagement zu steigern. Nordwalde wurde im TransFair e.V. – Jubiläumsjahr am 20.10.2012 als eine von 21 Städten und Gemeinden als 100. Fairtrade Town in Deutschland ausgezeichnet. Da ist es nur verständlich, dass nun auch der Landkreis und die Städte und Gemeinden im Umland folgen sollen. Ein positives Beispiel in Nordwalde ist die evangelische Jugendbildungsstätte. Hier sind nicht nur die Klassiker Kaffee oder Tee dauerhaft im Gebrauch, sondern noch viele weitere Produkte. Egal ob Fairtrade Obst zum Nachtisch oder Orangensaft während einer Tagung, viele Produkte stammen aus Fairem Handel und das wird ganz bewusst so gemacht. „Wir wollen versuchen, bei unserem Einkauf immer mehr Produkte aus fairer, ökologischer oder regionaler Produktion zu beziehen!“, erklärt Volker Rotthauwe, Leiter der Jugendbildungsstätte. Der Dreiklang von fair-bio-regional geht hier wunderbar miteinander einher. Sogar einen eigenen kleinen Weltladen hat die Jugendbildungsstätte, mit allem was man für einen netten Aufenthalt braucht.

 

FAIR-netzung:

Ziel des Abends war es auch eine gemeinsame Perspektive für die nächsten Wochen und Monate zu entwickeln. Die Vernetzung der Engagierten im Kreis Steinfurt war für die weitere Arbeit sehr wichtig. Ich wurde gebeten noch einige Idee zu geben und einige Aktionen vorzustellen, um die Fairtrade-Idee in einer Fairtrade Town weiter bekannt zu machen. Die Ideen aus meiner Präsentation wurden begeistert aufgenommen und schon Pläne geschmiedet, wie man sich nun gemeinsam der Aufgabe stellt, den Kreis Steinfurt mit seinen einzelnen Städten und Gemeinden zum Fairtrade Landkreis zu machen. Damit es bald heißt:
„Wir sind Fairtrade-Town!“