Auch Vlotho zählte zu den insgesamt 21 Kommunen, die am 20. Oktober mit dem Titel Fairtrade-Town ausgezeichnet wurden. Ich war beeindruckt, wie viele Spuren die Steuerungsgruppe innerhalb von zwei Jahren in der Kleinstadt Vlotho hinterlassen hat und wie viele Menschen sie für den Fairen Handel begeistern konnte.

Die Stühle und Tische für rund 50 Gäste waren bereits zurecht gerückt, als ich mich am Samstag in dem Gemeindehaus von St. Stephan zur Verleihung des Titels Fairtrade-Town im herbstlich bunten Vlotho einfand. Die Anspannung unter den Mitgliedern der Steuerungsgruppe war spürbar und berechtigt; am heutigen Tag war das Ergebnis der fast zweijährigen Arbeit auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt nun endlich greifbar und sollte gewürdigt und gefeiert werden.

Pünktlich um 17.00 Uhr hatten sich die Gäste eingefunden. Sie wurden auch gleich von dem Chorprojekt der St. Johanis Gemeinde mit afrikanischem Gesang auf das Programm des heutigen Tages eingestimmt. Nach den Begrüßungsworten von Ulrike Heusinger von Waldegge sowie von dem Bürgermeister Herrn Stute trugen drei Schülerinnen des Weser-Gymnasiums vor, wieso der Faire Handel wichtig für sie sei. Nele Buchholz kündigte an, dass sie an ihrer Schule bereits an dem Konzept für die Teilnahme an der noch jungen Kampagne Fairtrade-Schools arbeiten. Der Bürgermeister Herr Stute regte ein Treffen aller Fairtrade-Towns an.

Das Chorprojekt der St. Johannis Gemeinde

Das Chorprojekt der St. Johannis Gemeinde

Die Schülerinnen Merle Kaminski und Helena Schäffler über die Bedeutung des Fairen Handels

Die Schülerinnen Merle Kaminski und Helena Schäffler über die Bedeutung des Fairen Handels

Christiane Wattenberg, Mitglied der Steuerungsgruppe, beschrieb den Weg Vlothos zum Erreichen des Titels Fairtrade-Stadt. Die ursprüngliche Idee, an der Kampagne Fairtrade-Towns teilzunehmen, kam von Bianca Arnold, die es schaffte, viele weitere Menschen für diese Idee zu begeistern.

Heute gibt ein vielfältiges Engagement für den Fairen Handel in Vlotho. Eine Vielzahl an Schulen, Kitas, Vereinen, Organisationen, Kirchengemeinden, Geschäften und Gastronomie verwendet Fairtrade-Produkte oder bietet diese bei Veranstaltungen an. Die fünf notwendigen Kriterien, um Fairtrade-Stadt zu werden, wurden von Vlotho mehr als erfüllt.

Ein spannender Programmpunkt war, als Harald Kuhlmann, über die Erlebnisse und Eindrücke einer ehemaligen Vlothoer Schülerin erzählte, die derzeit bei der peruanischen Fairtrade-zertifizierten Kakao- und Kaffeekooperative Oro Verde im Rahmen des weltwärts Programms ein freiwilliges ökologisches Jahr verbringt.

Schließlich überreichte ich dem Bürgermeister Herrn Stute, stellvertretend für die Stadt Vlotho, die Urkunde. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung mit einem schönen Programm. Ich durfte viele engagierte Menschen aus Vlotho kennenlernen und ich bin sehr zuversichtlich, dass der Faire Handel weiterhin seine Kreise ziehen wird – in Vlotho und in der Umgebung.

Das Überreichen der Urkunde an den Bürgermeister Bernd Stute

Das Überreichen der Urkunde an den Bürgermeister Bernd Stute

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe, Bürgermeister Bernd Stute und ich

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe, Bürgermeister Bernd Stute und ich