Man lernt ja immer wieder etwas Neues hinzu. Bei den Vorbereitungen zur Auszeichnung „meiner“ 100. Fairtrade-Town Auszeichnung erfuhr ich, dass Roßtal im Landkreis Fürth ein „Markt“ und keine Gemeinde ist. In einigen Bundesländern wie zum Beispiel Bayern ist dies die offizielle Bezeichnung für eine Gemeinde, die einen Status zwischen Dorf und Stadt einnimmt. Dieser Status war früher mit der Verleihung des Marktrechts verbunden.

In rekordverdächtiger Zeit, nämlich ziemlich genau vier Monate nach dem Ratsbeschluss durfte ich die Auszeichnungsurkunde bei herbstlichem Frühnebel und bei fair gehandeltem Kaffee und Kuchen an den Markt Roßtal übergeben. In Roßtal beteiligt man sich schon seit zwei Jahren an der Fairen Woche. Hier bei sind der Weltladen, die örtliche Floristin Christiane Kress (die blume), der Dorfladen, der Edeka-Markt und mindestens zwei Gasthöfe beteiligt. Auch Schulen, Kirchengemeinden und Vereine engagieren sich vielfältig. Der Begriff Feuerwache bekommt in Roßtal eine neue und einleuchtende Erklärung: Die Freiwillige Feuerwehr e.V. trinkt nämlich (nicht nur) nachts ausschließlich fairen Kaffee um wach zu bleiben. So gibt es viele derer, denen Roßtal zur Fairtrade-Town-Auszeichnung zum Dank verpflichtet ist. Besonderen Dank gilt den Mitgliedern der Steuerungsgruppe, dem Bürgermeister Völkl, der Vorsitzenden der Steuerungsgruppe Frau Schroeder, Herrn Pfarrer Künne, Herrn Bauer vom Weltladen sowie Frau Österreicher, Frau Sommerschuh, Herrn Wagner, Herrn Brak und Frau Prosch. Der Markt Roßtal ist sichtlich stolz auf die Anerkennung. Doch wurde deutlich gemacht, dass dies nur der Anfang sei. Das nächste angekündigte Ziel ist die Faire Metropolregion Landkreis Fürth.