In Rheine traf Magda Reza heute zum ersten Mal während ihres Deutschlandbesuchs auf eine Vielzahl von Fairtrade-Interessierten der ganz jungen Generation. Die Euregio Gesamtschule Rheine hat das Thema des Fairen Handels bereits mehrfach im Unterricht behandelt und hierzu Aktionen veranstaltet – was genau sie zur ausgezeichneten Fairtrade-School macht, lässt sich nachlesen im Fairtrade-Schools-Blog. Daher nutze die Schulgemeinschaft auch mit Freude die Gelegenheit, die Kaffeeproduzentin aus Peru zum Besuch und Vortrag einzuladen.

Mehrere Sitzreihen in der Aula der Gesamtschule waren am Mittwochvormittag bis auf den letzten Platz mit Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe gefüllt. Auch Vertreter der Schülerfirma und einige Lehrkräfte ließen sich die Erzählungen des peruanischen Gastes nicht entgehen. Bereits nach Magdas einleitender Vorstellung und dem Ermöglichen von Zwischenfragen schossen im jungen Publikum zahlreiche Hände in die Höhe. Gefragt wurde u.a. nach Magdas Lebensalltag und landesüblichen Essensgewohnheiten, auch danach wie hart die Arbeit und wie hoch das monatliche Einkommen eines Kaffeebauern ist, ob und wie Fairtrade funktioniert und schließlich wie die Kooperative mit dem sich ausbreitenden Kaffeepilz umgeht.

 

In ihren Antworten bestätigte die Kleinbäuerin, dass der Mehrpreis für Fairtrade-Kaffee auch bei den Produzenten ankommt und die Fairtrade-Standards und die so ermöglichten Projekte ihrer Kooperative helfen, dem Klimawandel und dem Kaffeepilz durch Anpassungsmethoden und Neupflanzungen entgegenzutreten. Daher äußerte sie auch den Wunsch, dass noch mehr Menschen sich beim alltäglichen Einkauf für Fairtrade-Produkte entscheiden.

Zum Abschluss ihres Besuchs an der Euregio Gesamtschule bedankte sich die 57-Jährige bei den Schülerinnen und Schülern für ihre Aufmerksamkeit und beantwortete nochmals Nachfragen in der Kleingruppe und bei einem spontanen Interview. Sie freute sich zudem über das Engagement der 7. Klassen, die in Vorbereitung auf ihren Besuch das Thema Fairtrade im Unterricht behandelt und Infotafeln erstellt hatten. Vor ihrer Weiterreise konnte Magda noch in der Mensa ein peruanisches Menü zur Feier des Tages genießen: Arroz Chaufa (ein Reisgericht) mit Quinoa-Banane-Creme als Dessert. Dann ging es weiter in Richtung Recklinghausen.