Einer der ersten schönen Sommerabende ging ins Land als ich zu einem Vortrag in Monheim am Rhein war. Bei bestem Wetter ging ich an der Rheinpromenade entlang zum Veranstaltungsort, dem Mehrgenerationenhaus in Monheim. Ein Projekt der evangelischen Kirchengemeinde. Die gleiche Kirchengemeinde war es, die auch die Idee geboren hat, Monheim zur Fairtrade Town zu machen. Der gemeindliche Ausschuss „für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ brachte die Idee auf den Weg. Diese Initiative, Fairtrade Towns zu werden, reiht sich damit in vielfältige Aktionen rund um das Thema „Fairer Handel“ in dieser Kirchengemeinde ein. Die Kirchengemeinde betreibt einen eigenen kleinen Weltladen in der Kirche, der auch die gemeindliche Versorgung mit Fairtrade Produkten sicherstellt. Denn eins ist ganz klar: „Wir konsumieren fair, so weit es geht in unserer Kirche!“, sagt mir einer der Engagierten, „und das hat schon lange Tradition!“

Fairtrade Town zu werden lag nahe!

Also war es nur konsequent vom Ausschuss der Kirchengemeinde, Mitstreiter in der Stadt zu gewinnen, die diese Idee auch unterstützen würden. Unter ihnen auch ein Vertreter der Stadt. Er ließ Bürgermeister Daniel Zimmermann herzlich entschuldigen. Dieser war gerade zu einem Partnerschaftsbesuch in Israel unterwegs. Das besondere an Monheims Bürgermeister: Mit nur 27 Jahren wurde er 2009 zu Deutschlands jüngstem Bürgermeister in Monheim am Rhein gewählt! Nach seiner Rückkehr wird er über die Entwicklungen des Abends unterrichtet. Eine positive Haltung gegenüber dem Thema bescheinigten ihm viele Anwesende.

Ausgehend von der Kirche: Eine Stadt wird Fairtrade TownEin Teil der Besucher der Auftaktveranstaltung in Monheim

In einigen Städten, so wie in Monheim ging die Initiative „Fairtrade Towns zu werden“ von einer oder mehreren Kirchengemeinden oder kirchlichen Organisationen aus. Das Besondere daran: Zur Erfüllung der Fairtrade Towns Kriterien werden Kirchengemeinden, genauso wie Schulen und Vereine in besonderer Weise gebraucht. Das vierte Kriterium schreibt bei Städten unter 200.000 Einwohnern je eine Kirchengemeinde, einen Verein und eine Schule vor, die sich in besonderer Weise für das Thema Fairtrade engagieren.   Monheim hat mit der Auftaktveranstaltung am letzten Montag mit über 45 Teilnehmenden aus allen Bereichen des städtischen Lebens auf jeden Fall einen guten Grundstein gelegt, Fairtrade Town zu werden. Und hoffentlich findet dann bald eine tolle Auszeichnungsveranstaltung, evtl. mit Blick auf den Rhein in Monheim statt.