Mit vielen Erwartungen und Spannung habe ich mein Freiwilliges soziales Jahr im politischen Leben bei TransFair e.V. begonnen. Es erwarteten mich neue Herausforderungen und Eindrücke rund um den fairen Handel. Nun neigt sich meine Zeit dem Ende zu und es ist Zeit für ein kleines Resümee:

Was steckt hinter dem Fairtrade-Siegel?

Der faire Handel gewinnt in der Zivilgesellschaft zunehmend an Bedeutung. Auch ich hatte schon einiges über den fairen Handel gehört und das Fairtrade-Siegel kannte ich aus dem Supermarkt. Aber was verbirgt sich dahinter und wie arbeitet der Verein TransFair? Darüber wollte ich mehr erfahren.

Vom Einsatz an der Uni bis hin zur Konferenz rund um Asien…

Meine Aufgaben waren sehr vielfältig und meine Erwartungen wurden weit übertroffen. Ich nahm an Messen, Kampagnen, Schulbesuchen und vielen weiteren Veranstaltungen teil und konnte sie mit gestalteten. Mit einer kleinen Auswahl meiner Einsätze lässt sich meine Arbeit am besten beschreiben.

  • Auf der Asian Development Bank Messe in Frankfurt half ich mit beim Stand von Fairtrade und traf auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, die sich bei uns über unsere Arbeit informierten.
  • Auf der Generalversammlung von Fairtrade International unterstützte ich beim Ablauf und traf Produzentenvertreter aus dem globalen Süden. So bekam ich Einblicke in die komplexen Strukturen des Fairtrade-Systems
  • Zusammen mit José Casuso, einem Freiwilligen aus Spanien, der vier Jahre zusammen mit Kooperative in Lateinamerika und Asien gearbeitet  hat, besuchte ich verschiedene Fairtrade-Schools, bei denen José aus erster Hand über seine Reise berichtete.
  • In Wuppertal wurde es kreativ und ich wirkte mit beim Fotoshooting für das Rezeptheft der Faire Woche.
  • An der Kölner Uni diskutierte ich bei den Aktionstagen zur öffentlichen Beschaffung mit Studierenden über den fairen Einkauf der Stadt Köln.
  • Auf der Bundesweiten Fachtagung von Fairtrade-Schools in Münster lernte ich mehr über die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler für den fairen Handel.

 

Die Vielfalt der Einsätze und die unterschiedlichen Akteure, mit denen man über den fairen Handel in Kontakt tritt, haben mich begeistert.

Ein großartiges Team

Zu jedem Zeitpunkt fühlte ich mich als ein vollständiges Mitglied der Organisation und bedanke mich ganz herzlich bei einem tollen Team, das mir bei Fragen und Anregungen immer zur Seite stand. Ob im Büro, in den Pausen oder der wöchentlichen Yogastunde, alle Aktivitäten mit dem Team bereiteten mir sehr viel Freude.

Ich kann jeder Person meinen FSJ-P Platz weiterempfehlen und alle ermutigen, sich für den fairen Handel einzusetzen und selbst aktiv zu werden.

Was bringt die Zukunft?

Viele in meinem Umfeld fragen mich nun: Gehst du jetzt anders durch Leben? Verhältst du dich deinem Konsum gegenüber kritischer? Meine Antwort ist ein klares Ja.
Ich diskutiere immer gerne mit Freunden, Verwandten und Interessierten über den fairen Handel. Denn wie ich festgestellt habe, beteiligen sich alle leidenschaftlich an diesem spannenden Thema und ganze Abende drehten sich nur um Fairtrade. Auch ich achte nun verstärkt auf meinen Einkauf und verfolge zukünftig gespannt die Entwicklungen des fairen Handels. Sogar meine Familie trinkt nun ausnahmslos Fairtrade-Kaffee. Manchmal ändert sich die Welt dann doch schneller als gedacht.

Ziviler Akteur mit Statement