Es war einer der schönen Sommertage in diesem Jahr und für mich ging es dieses Mal Richtung Bielefeld, konkret nach Lage. Lage ist eine kleine Stadt zwischen Bielefeld und Lemgo mit rund 38.000 Einwohnern. Eingeladen wurde in das Gemeindezentrum, was früher einmal eine Kirche gewesen ist, bevor sie für ihre neue Nutzung bestimmt wurde.

Die Idee, Lage zur Fairtrade Town zu machen ging von Frau Kopp, MdB und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche  Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin aus. Sie hat ihre Wurzeln in Lage und war hier lange Jahre Ratsmitglied, bevor sie in den Bundestag gewählt wurde. Über die FDP Ratsfraktion in Lage wurde der Antrag, Lage zur Fairtrade Town zu machen auf den Weg gebracht, der gegenwärtig von den Grünen und der CDU unterstützt wird. Zusammen mit Frau Drowe von der Stadt Lage wurde nun eine Auftaktveranstaltung organisiert, zu der ich eingeladen wurde.

 

Engagement ist vielfältig und steht auf breiten Beinen

Der Einladung folgten rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger. In den Gesprächen und der Diskussion nach meinem Vortrag wurde deutlich: das Engagement für Fairtrade in Lage ist gut aufgestellt. So wurden erste Auflistungen präsentiert, wo es in Lage welche Fairtrade-Produkte zu kaufen gibt, und welcher Gastronom Fairtrade-Kaffee anbietet. Hier haben die Engagierten, die auch einen Teil die Steuerungsgruppen bilden werden, schon gute Arbeit geleistet. Besonders schön fand ich das Statement eines Fraktionsmitgliedes, der sagte, dass es bei dem Projekt, „Fairtrade Town“ zu werden, nicht darum geht einzelne Parteiprogramme umzusetzen, sondern darum einen gerechten Welthandel zu gestalten und das Leben von Millionen Produzentinnen und Produzenten zu verbessern.

Unterstützung kam aus Bielefeld

Eine der Engagierten der Steuerungsgruppe, Agenda-Koordinatorin Frau Birgit Reher wurde ebenfalls zu diesem Abend eingeladen, um aus der Praxis zu berichten und aufzuzeigen, welchen Weg Bielefeld eingeschlagen hat, um Fairtrade Town zu werden. So ergänzten sich unsere Vorträge und Beispiele hervorragend und alle Teilnehmenden bekamen einen guten Überblick, was es bedeutet Fairtrade Town zu werden.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: Lage zur Fairtrade Town zu machen ist nicht nur möglich, sondern auch erklärtes Ziel.