„Make bananas fair!“ – diesen Vorsatz fürs neue Jahr haben die Kolleginnen und Kollegen der britischen Fairtrade Foundation gefasst. Zwar trägt bereits jede dritte Banane, die in UK verkauft wird, das Fairtrade-Siegel, doch noch immer leiden zu viele Kleinbauern und Arbeiter im konventionellen Bananenhandel unter schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Abnahmepreisen – während viele Supermärkte mit einem nicht nachhaltigen Preiskampf um Kunden werben.

Doch nun soll mit der „Fairtrade Fortnight“, dem größten Aktionszeitraum des Fairen Handels in Großbritannien (quasi dem britischen Pendant zur Fairen Woche), der Startschuss zum Ende der unfairen Bananenproduktion gegeben werden. Wenige Wochen vor Beginn der Aktionszeit (vom 24. Februar bis 9. März) laufen daher im Londoner Großraumbüro der Fairtrade Foundation die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren, um das Aktionsmaterial und vor allem die Botschaft „make bananas fair!“ hinaus ins Land zu schicken.

Mitten drin bin nun ich, denn im Rahmen meines Kampagnen-Volontariats bei TransFair absolviere ich gerade ein vierwöchiges Auslandspraktikum bei eben dieser Fairtrade Foundation in London – also bei der Organisation, die in UK das Fairtrade-Siegel vergibt und für den Fairen Handel wirbt. Als Teil des Supporter Services Teams helfe ich Fairtrade-Unterstützern im gesamten Vereinigten Königreich per E-Mail und Telefon dabei, geeignetes Aktionsmaterial für ihre lokalen Events zu bestellen. Neben informativen und kreativen Aktionsleitfäden, Postern, Stickern und Petitionskarten bringen wir so auch besondere Hingucker wie übergroße aufblasbare Bananen sowie ethisch produzierte Bananenkostüme an den Mann oder die Frau.

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Hierbei ist es für mich nicht nur interessant mit zahlreichen Menschen aus allen Ecken und Enden von England, Schottland, Wales und Nordirland zu kommunizieren und teils herausfordernde Akzente zu enträtseln. Es ist vor allem spannend auf diese Weise mitzubekommen, welche kreativen und engagierten Aktionsideen bereits vielerorts von Schulgruppen, Kirchengemeinden, Vereinen, Geschäften oder Einzelpersonen angedacht sind und sie dabei unterstützen zu können – aber auch die Botschaft der Notwendigkeit fair gehandelter Bananen weiterzutragen und Engagement hierfür anzuregen.

Warum all das so wichtig ist, kann insbesondere ein Mann am besten vermitteln, der sozusagen das Gesicht der „Make bananas fair“-Kampagne ist: der kolumbianische Bananenbauer Foncho, der während der Fairtrade Fortnight durch Großbritannien reisen wird und auf der Website www.stickwithfoncho.org.uk zu Wort kommt.