Die Erreichung des Titels Fairtrade Gemeinde war eine Gemeinschafts-Leistung!

Die erste Baumschutzverordnung, die erste Agenda-Gruppe und seit Samstag den 13. Juli 2013 auch die erste Fairtrade-Gemeinde im Landkreis Fürstenfeldbruck – Gröbenzell hat häufig die Nase vorn. Da passt es gut, dass die Gemeinde im Norden von München nun auch ein paar Tage vor der bayrischen Landeshauptstadt den Titel zur Fairtrade-Gemeinde bekommen hat.

Schon früh morgens herrschte im Bürgerhaus buntes Treiben und Gewusel: Viele Helfer und Freiwillige waren gekommen um die Auszeichnungsveranstaltung mit vorzubereiten. Mitglieder der Steuerungsgruppe kümmerten sich um die Verpflegung, zwei Schüler der Initiative Plant fort he Planet verkauften die gute Schokolade und Schülerinnen und Schüler der Schülerfirma „macadamiafans“  der Rudolf-Steiner-Schule boten den Gästen fair gehandelte Nüsse aus Kenia an. Außerdem konnten sich alle Besucher über die vielen Projekte zum Thema Fairer Handel in einer Ausstellung informieren.

Schon beim Eintritt ins Bürgerhaus wird klar: Die Erreichung der fünf Kriterien zur Fairtrade-Stadt war eine Gemeinschaftsleistung. Viele Menschen haben sich dafür eingesetzt, dass der Faire Handel in Gröbenzell Beachtung und seinen festen Platz in der Gemeinde findet. Allen voran Joachim Niehoff, Vorsitzender der Steuerungsgruppe und Mitglied der Agenda Gruppe. Seine ganze Familie hat er für den Fairen Handel begeistern können. Seine Frau hilft bei den Vorbereitungen der Auszeichnungsfeier und seine Tochter ist als Tänzerin Teil des Rahmenprogramms. Sie war auch die Initiatorin eines Fairtrade-Flash-Mobs.

Zwei Tänzerinnen symbolisierten mit ihrer Aufführung den Norden und den Süden.

Zwei Tänzerinnen symbolisierten mit ihrer Aufführung den Norden und den Süden.

Besonders beeindruckend war, wie viele Menschen daran mitgewirkt haben, dass Gröbenzell die Auszeichnung zur Fairtrade-Gemeinde erreichen konnte. Als Joachim Niehoff zum Ende seiner Rede die Beteiligten auf die Bühne bittet, steht  fast das gesamte Publikum auf der Bühne. Ein schönes Zeichen dafür, dass die Titelerreichung richtiges Teamwork war. Auch Bürgermeister Dieter Rubenbauer steht hinter der Idee des Fairen Handels und ist stolz auf die Vorreiterrolle seiner Gemeinde.

Das Rahmenprogramm der Auszeichnungsfeier war sehr beeindruckend: Eine Ausstellung zeigte allen Besuchern, mit welchen Projekten und Ideen sich Gröbenzell der Auszeichnung zur Fairtrade-Gemeinde genähert hat. Von einem T-Shirt-Projekt mit Motiven, die aus dem Fairtrade-Siegel abstrahiert wurden, Fairtrade-Handbälle im ortsansässigen Handballverein, eine Befragung unter den Bürgerinnen und Bürgern zum Fairen Handel, Informationsmaterial zur Kampagne und viele andere kreative Ideen wurden vorgestellt. Besonderes Highlight: eine Tanzperformance zum Thema Fairtrade. Zwei Tänzerinnen symbolisierten Norden und Süden. Trotz der verschiedenen Tanzstile wurde am Ende gezeigt, dass beide Seiten nur in einer Symbiose miteinander funktionieren.

Ich gratuliere der Gemeinde noch einmal recht herzlich zur Titelerreichung und bin wirklich sehr beeindruckt von dem Engagement der Menschen in Gröbenzell. Ich bin mir sicher, wenn wir in zwei Jahren die Kriterien erneut überprüfen wird sich sicher noch weiteres getan haben in Gröbenzell!