Nach der Eröffnung der Fairen Woche am Freitag in Berlin verbrachte Magda Reza das Wochenende im nördlichen Mecklenburg-Vorpommern. Die Fairtrade-Kaffeebäuerin aus Peru hatte jedoch kaum Zeit für entspannte Stunden an der Ostsee. Denn ein intensives und interessantes Programm wartete auf sie, welches vom Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern organisiert wurde.

Am Samstagvormittag wurde Magda herzlich vom Team des Weltladens in Güstrow begrüßt. Im Fair-Handels-Geschäft der Kleinstadt südlich von Rostock fand ein gemeinsamer Brunch mit dem Ehrengast aus Peru statt. Auf den Tisch kam neben Salat, Quinoa und Keksen natürlich auch fair gehandelter Kaffee. Zu diesem Thema erzählte die Fairtrade-Produzentin dann auch einige Minuten lang und beantwortete die Fragen der interessierten Anwesenden. Dabei kam auch das große Problem der Kaffeepilz-Krankheit „la roya amarilla“ zur Sprache, deren Ausbreitung durch den Klimawandel begünstigt wird und zu dramatischen Ernteausfällen führt – bei Magdas Kooperative Sónomoro, aber auch andernorts in Peru und Lateinamerika. Um dieser Entwicklung zu begegnen, hat die Fairtrade-Kooperative ihre Mitglieder zu Anpassungsmethoden geschult und zusammen mit TransFair ein Projekt zur Neupflanzung von Kaffeebäumen initiiert.

 

Auch in Rostock traf Magda auf viele Menschen, die ihren Ausführungen gespannt zuhörten. Zunächst besuchte sie am Samstagnachmittag den dortigen Weltladen im Ökohaus Rostock und berichtete über ihren Lebensalltag und den Kaffeeanbau in Peru. Am Sonntagmorgen nahm Magda dann in der Heiligen-Geist-Kirche an einem Gottesdienst teil, der anlässlich der Fairen Woche die Themen Gerechtigkeit und Fairer Handel ansprach. Bei der anschließenden Kaffee-Verkostung und auch beim Besuch des „Parking Day“, dem Autofreien Klimaaktionstag in Rostock kam die Peruanerin mit vielen Leuten ins Gespräch. Welche Aktionen während der Fairen Woche 2013 noch in Rostock auf dem Programm stehen, verrät die Website der Fairtrade Town Rostock.

Für Magda Reza bot sich am Ende ihres Rostock-Besuchs dann doch noch die Gelegenheit für einen kurzen Ausflug ans Meer. In Warnemünde konnte sie das Wochenende entspannt mit Blick auf die Ostsee ausklingen lassen.  Von den vielen neuen Eindrücken, welche sich der peruanischen Kleinbäuerin in den ersten Tagen in Deutschland boten, betont sie vor allem, wie positiv überrascht sie ist, dass es hierzulande so viele Bäume gibt und dass Sauberkeit und Umweltschutz so einen hohen Stellenwert einnehmen. Weitere Eindrücke bekommt sie auf ihrer heutigen Zugfahrt quer durch Norddeutschland bis ins niedersächsische Leer. Dort hält sie am Dienstagabend einen Vortrag in der Volkshochschule. Fortsetzung folgt…