Gemeinsam mit Mitarbeitern eines Fairtrade zertifizierten Rösters und eines Händlers, sowie einem Kameramann und Fotografen habe ich im Herbst die Kaffee-Kooperative COMSA besucht. COMSA (Café Orgánico Marcala S.A.) ist seit 2005 Fairtrade-zertifizert und konzentriert sich auf die Entwicklung einer ökologischen und nachhaltigen Landwirtschaft.

Seit unserem letzten Besuch 2015 ist viel passiert! Auf einem der Gebäude wurde eine Photovoltaik-Anlage gebaut. Dadurch ist COMSA energetisch in der Nassmühle autark. Die Energie wird nur bezahlt, wenn sie aus dem Netz abgerufen wird. So musste COMSA auch für die Installation der Anlage nichts bezahlen, da sie Energie bereit stellen. Die Kooperative schmiedet bereits Pläne weitere Anlagen zu installieren.

 

COMSA wächst – Die Kooperative verändert sich

Erfreulicherweise wächst COMSA! Dies zieht auch eine organisatorische Herausforderung mit sich… Neben der organisatorischen Umstrukturierung, verändert sich auch das Gelände. Es wurde beispielsweise eine Lagerhalle gebaut und afrikanische Trockenbetten aufgestellt, auf denen die Microlots getrocknet werden. Zudem wurden einige Pausenräume durch die Fairtrade-Prämie finanziert und es gibt nun Übernachtungsmöglichkeiten für Schulungsteilnehmer.

Desweiteren wurde ein Gebiet errichtet, in dem einzelne Kaffeepflanzen von Mitgliedern gezüchtet werden, die im Feld Resistenz gegen Roya (Kaffeerost, ein für die Kaffeepflanzen schädlicher Pilz), bewiesen haben. Weitere Schattenbäume wurden getestet und an Mitglieder verteilt.

Außerdem hat COMSA kürzlich eine bilinguale Schule gekauft, da sie so mehr Einfluss auf die Bildungsmethoden haben. Alle Kinder die dort zur Schule gehen, bekommen einen Teil des Schulgeldes von COMSA finanziert – 50% der Kinder sogar 100%.

 

Next stop: Corquin

Nach dem Besuch bei COMSA reisten wir in den Westen des Landes, gen Corquin. Dort ging es zunächst ebenfalls um Kinder:  nämlich einem Workshop zu Kinderarbeit in Corquin, mit Iris Reyes, Sonia Vasquez und Plan International Honduras. Dieser Workshop wurde im Rahmen des von Aldi Süd und Fairtrade Deutschland finanzierten „Programms zur Stärkung des kleinbäuerlichen Kaffeeanbaus in Honduras“ durchgeführt. In Honduras gab es bereits so einen Workshop in einer anderen Region. Eingeladen wurden alle Kooperativen aus der Region um Corquin (Westen des Landes).

Insgesamt war es für mich eine spannende Erfahrung, um vor Ort mit den Angestellten und Mitgliedern der Kooperative die Thematik zu besprechend und viel über die Realität vor Ort zu lernen.

Wir blieben in der Gegend und besuchten die Kooperative COPRANIL. Dazu mehr im zweiten Blog!