Faire Kaffee-Spezialitäten vom professionellen Barista

Donnerstag auf der BioFach Messe. Die Leitmesse für Bio-Produkte in Nürnberg ist in vollem Gange. Um 9 Uhr öffnen die Pforten der Messehalle – die U-Bahn ist voll und die TransFair-Messe-Abordnung mitten drin. Gemeinsam mit der Dachorganisation Fairtrade International und Zertifizierungsgesellschaft FLO-Cert sind wir in Messehalle 5 zu finden. Unser Stand ist sehr belebt. Die Leinwände mit Produzentenbildern, das große Regal voller Bio-Fairtrade-Produkte, buntes Informationesmaterial, alles ist offen und einladend. Für den nötigen Koffein-Boost sorgt der Stand-eigene „Barista“, der alle mit fairen Kaffee-Spezialitäten versorgt.

Verschiedenste Gerüche liegen in der Luft. Überall gibt es etwas zu probieren, so weit der Magen reicht: vom Eis über Ziegenkäse hin zu Olivenöl. In den Hallen empfängt die Gäste Stimmgewirr. Geräuschkulisse aus buntem Sprachmix. Auf den Gängen: Männer in Anzügen, Frauen im Kostüm und dazwischen – Messehostessen in bunten Saris. Indien ist Schwerpunktland der BioFach Messe.
Auch für den Fairen Handel ist Indien ein wichtiges Partnerland, allein deshalb lag die Idee nahe, mit Raju Ganapathy einen Produzentenberater aus Indien zur TransFair-Pressekonferenz einzuladen, die an eben jenem Donnerstag auf der Messe stattfindet. Dieter Overath hatte Raju bereits eine Woche zuvor auf seiner Indienreise kennen gelernt. Die Journalisten bekommen einen breit gefächerten Überblick über die Hauptbereiche des Fairen Handels: Dieter Overath berichtet über aktuelle Marktentwicklungen aus Deutschland und die Bio- & Fairtrade-Zahlen (65 Prozent aller Fairtrade-Produkte waren letztes Jahr auch „Bio“) Raju Ganapathy gibt Einblicke in seine Arbeit mit den Produzentenorganisationen in Indien. Rüdiger Meyer von FLO-Cert schließlich gibt Informationen zur Kontrolle im Fairtrade-System und zum Emissionshandel im Fairtrade-System, dem „Insetting“. (Mehr Infos gibt’s in der Pressemappe)

Fairtrade-Messestand auf der BioFach

Nach der Pressekonferenz schlendere ich durch die Messehallen. Selbst wenn ich ausblenden könnte, wer mein Arbeitgeber ist, würde ich eines nicht übersehen können: Egal, in welcher Halle ich bin, überall springt mir das Fairtrade-Siegel ins Auge. 123 Fairtrade-Partner sind vor Ort und nicht zu übersehen. Wer weiß, vielleicht heißt die BioFach ja im nächsten Jahr BioFair, denn der Faire Handel ist hier ganz offensichtlich nicht mehr wegzudenken….