Ich bin jetzt 10 Tage im wichtigsten Fairtrade-Produzentenland unterwegs: Peru. Hier kommt der meiste Fairtrade-Kaffee her, aber auch Honig, Quinoa, Mangos, Kakao und sehr viele Bio-Bananen.

 

Reisegruppe Peru

Die Reisegruppe in Peru (v.l.n.r.): Jesus, lokaler Mitarbeiter von Port, Mike Port, Geschäftsführer der Port International GmbH, Carsten Lorenz, zuständig für Bananen bei TransFair und Meike Drewitz, ebenfalls von Port International

Unsere Reisegruppe besteht aus Carsten Lorenz, zuständig bei TransFair für Bananen, Mike Port und Meike Drewitz von Port International, unseren langjährigen und wichtigen Bananenimporteur sowie Jesus dem lokalen Port Mitarbeiter. Später werden noch ein Filmteam, ein Fotograf und Manuel Aguirre, Liaison Officer von Fairtrade International, dazu stoßen.

100% Fairtrade

Wir haben heute Acproboquea und Apbosmam besucht. Beide Organisationen haben circa 300 Mitglieder. Im Valle del Chira haben sie durch intensive Bewässerung aus einer Wüstenlandschaft ein Fairtrade-Bio-Bananengeschäft aufgebaut. Beide können ihre Ernte zu 100% – das sind zwischen 5-8 Container wöchentlich – unter Fairtrade-Bedingungen verkaufen. Das erste Ziel der Organisationen besteht in der Verbesserung der Einkommenssituation der Bauern. Dies geht hauptsächlich über die Steigerung der Produktivität. Apbosmam konnte in vier Jahren von wöchentlich zwei auf jetzt acht Container steigern. Beeindruckend! Gleichzeitig sagte Fernando Lillo, der Präsident der Kooperative, „ohne Fairtrade gäbe es hier keine Entwicklung“. Mit Hilfe der Fairtrade-Prämie werden zu 80% die Verbesserung der Wirtschaftsgebäude, LKWs für den Transport, Qualitätsverbesserung und vieles mehr finanziert. Die Kooperative übernimmt für ihre Mitglieder viele Dienstleistungen und Beratungsangebote, so dass von dieser guten wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere die Bauern profitieren. Zu den Soziale Projekte zählen u.a. die Unterstützung von Grundschulen – entweder im Gebäudebau, Unterrichtsmaterial oder der Bezahlung einer Lehrerin.

Lernen wie der Bananenanbau funktioniert

Heute haben wir auch Juan kennen gelernt. Juan werden wir morgen auf seinem halben Hektar Land besuchen, um uns von ihm den Anbau der Banane erklären zu lassen. Juan wird uns sehr wahrscheinlich in der Fairen Woche besuchen kommen, gemeinsam mit einem Mitglied aus der Geschäftsführung, da freue ich mich sehr drauf.

Der erste Tag war voller beeindruckender Bilder und Gespräche. Me encanta El castellano!!

Ich melde mich wieder aus dieser wunderbaren, sommerlichen, lauten, pulsierenden Stadt und dem Valle de Chira.