Zu den Mitgliedsorganisationen von TransFair e.V. zählen große und kleine Organisationen aus den unterschiedlichsten Bereichen: der Entwicklungszusammenarbeit, Jugendorganisationen, politische Organisationen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie die Ziele und die Ideen des fairen Handels gemeinsam mit TransFair in der Gesellschaft verbreiten und verankern – über ihre Netzwerke, durch Bildungsarbeit und politische Lobbyarbeit.

Die Mitgliedsorganisationen treffen sich ein- bis zweimal im Jahr zu einer Klausurtagung und der Mitgliederversammlung. Dort werden sie über die aktuellen Entwicklungen von Fairtrade informiert, aktuelle Themen werden besprochen und neue Projekte initiiert. Für TransFair läuft die Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsorganisationen auf ebenso vielfältige Weise ab. Von regelmäßigen Informations- und Vernetzungsangeboten und der Teilnahme an Kampagnen zu konkreten Projekten hier in Deutschland und in den Produktionsländern des Südens.

So haben wir beispielsweise mit dem Kolpingwerk bzw. den Kolping-Jugendgemeinschaftsdiensten eine Zusammenarbeit im Rahmen des weltwärts-Freiwilligen Programms begonnen: Die Fairtrade-zertifizierte Kaffee-Kooperative APOYA in Costa Rica ist Einsatzort für zwei junge Freiwillige von Kolping, Tim und Isabell, die seit September 2017 auf der Kooperative arbeiten. Sie berichten von ihrer Arbeit:

„Die Arbeit hier ist sehr verschieden. Zwei Vormittage müssen wir die projekteigene Bioplantage pflegen, also aufs Feld. Da wird dann Kompost umgeschichtet, Dünger bzw. Schädlingsbekämpfungsmittel (natürlich alles organisch) versprüht, Unkraut mit der Machete gekürzt oder Kaffee und Chili geerntet. Auch im Büro gibt es verschiedene Aufgaben, teilweise auch organisatorischer Natur. Isabel zum Beispiel koordiniert die Zusammenarbeit mit der Organisation eines Bio-Korridors, in dem einige Felder der Kooperative liegen. Auch werden wir eingearbeitet, zukünftig auf den Fincas der Bauern die Einhaltung der Fairtrade-Standards zu überprüfen. Ebenso bin ich im Tourismus tätig. Der gehört zwar nicht direkt zum Projekt APOYA/Naturalba, allerdings gehört unserer Chefin Marie, wie bereits beschrieben, die „Finca Monte Claro“, die auch ein breites Tourismus-Angebot hat. Einmal pro Woche, meistens montags, gibt es eine Versammlung, auf der kurz und langfristig anstehende Aufgaben besprochen und verteilt werden. Man kann da auch immer Wünsche äußern, was man gerne tun würde und bekommt danach die Aufgaben zugeteilt. Es ist also beispielsweise auch möglich, deutlich mehr Zeit auf dem Feld zu verbringen, oder bei der Buchhaltung zu helfen, je nach dem, was einem gefällt.“