In der letzten Woche war ich mal wieder in Deutschland unterwegs – konkret, um die UNESCO-Schule in Kamp-Lintfort als Fairtrade School auszuzeichnen.

Die Engagierten rund um das Fairtrade Schools Team haben gezeigt, wie sich die Themen rund um Fairtrade und fairen Handeln hier an der Schule umsetzen lassen. Die UNESCO Schule ist die erste Fairtrade School in Kamp-Lintfort und die achte Fairtrade School im Kreis Wesel. Dabei zeichnet sie sich durch vielfältiges Engagement zum fairen Handel aus. So gibt es verschiedene Schulaktionen und eine breite Thematisierung in verschiedenen Unterrichtsfächern, faire Snacks im Pausenverkauf und eigene Schul-T-Shirts aus Fairtrade-Baumwolle. Wichtig ist allen Beteiligten dabei, den Blick „über den Tellerrand der eigenen Schule hinaus“ zu haben. Unser Handeln und unser Kaufentscheidung hat direkten Einfluss auf das Leben von Millionen Fairtrade-Produzenten im Süden. Über eine Millionen Kleinbauern (und Kleinbäuerinnen) Leben dabei alleine in Afrika und dem Nahen Osten. Eine Region der Welt, wo viele verschiedene Fairtrade-Produkte angebaut werden, die dann in Deutschland und Europa verkauft werden. Bei der Auszeichnungsfeier gab es ein breites Programm aus musikalischen Beiträge mit Musik aus aller Welt, Schülerpräsentationen zu Fairtrade-Produkten oder Reden von Schulleiter Jürgen Rasfeld und dem Bürgermeister von Kamp-Lintfort Prof. Dr. Christoph Landscheidt.

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Mit der Fairtrade-School zur Fairtrade-Town

Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt machte die Bedeutung der Fairtrade School in Kamp-Lintfort für die Arbeit an der Erlangung des Titels Fairtrade Towns für die Stadt Kamp-Lintfort deutlich. So muss in einem der fünf Kriterien, bei einer Stadt von bis zu 100.000 Einwohnern, mindestens eine Schule (neben einem Verein und einer Kirchengemeinde) gefunden werden, die sich besonders für das Thema Fairtrade einsetzt und engagiert. Und wer wäre für diesen Prozess besser geeignet, als eine Fairtrade-School?

Networking und kommunale Vernetzung

Letztlich zeichnet sich schon jetzt ab, wie sehr die beiden Kampagnen Fairtrade-Schools und Fairtrade-Towns in Kamp-Lintfort und anderen Städten ineinander greifen. Lokale Engagierte treffen hier aufeinander mit dem gemeinsamen Ziel in Schule und Stadt das Engagement für eine gerechtere Welt nach außen zu tragen. Dabei kommen hier viele verschiedene Bereiche der Zivilgesellschaft, Institutionen, oder der Stadt zusammen. Und war es nicht verwunderlich, dass am Ende der Veranstaltung sich einige der Teilnehmenden mit den Worten „Bis nächste Woche zur Fairtrade-Schools-Team Sitzung“ verabschiedeten. Fairtrade bringt Menschen zusammen, in Kooperativen im Süden oder in Fairtrade-Aktionsgruppen in Deutschland – immer mit dem Ziel, die Welt jeden Tag ein bisschen zu verbessern :)