Am Wochenende war es soweit. Ich und 20 weitere Kolleginnen und Kollegen schwärmten aus in alle Ecken der Bundesrepublik, um 21 Kommunen den Titel „Fairtrade-Stadt“ zu verleihen. Mit Vorfreude und  wachsender Spannung, schließlich mache ich sowas zum ersten Mal, geht es am Freitag in das schöne Bayern. Genauer gesagt nach Kelheim bei Regensburg, nahe meiner Heimatstadt. Der Wetterbericht prophezeit phantastisches Wetter und gut vorbereitet bin ich eigentlich auch, es sollte also nichts schief gehen!

Nach einem herzlichen Empfang am Samstagmorgen habe ich vor der Veranstaltung auch gleich noch eine private Stadtführung durch ein Mitglied der Steuerungsgruppe bekommen und hatte somit die Gelegenheit die wunderschöne Kelheimer Altstadt, umrahmt von Donau und Altmühl, zu bewundern.

Die Titelverleihung sollte im Rahmen des samstäglichen Viktualienmarkts auf dem Marktplatz vor dem Rathaus stattfinden. In diesem Jahr feiert der Markt, auf dem ein attraktives Sortiment von regionalen und faire Produkten angeboten wird, übrigens passenderweise ebenfalls sein 20-jähriges Bestehen und zeigt, dass sich diese Kombination bei den Kelheimer Bürgern bestens bewährt hat.

Begleitet von Blasmusik und einem eigenen Verkaufsstand mit vielen Fairtrade-Produkten wurde auf das Ereignis aufmerksam gemacht, zu dem sich zahlreiche Kelheimer einfanden.

Die gebürtige Südafrikanerin, Margaret Brunner, Sprecherin der Steuerungsgruppe, erklärte den Weg, der bis zur Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt und dem Wunsch, zum fairen Handel beizutragen, begangen werden musste. Neumarkts Bürgermeisterin Ruth Dorner und Vorsitzende der Steuerungsgruppe Abendsberg, Klara Wirthensohn, hätten dazu viele Ideen und Anregungen gegeben.

Seit vielen Jahren gibt es bereits ein vielfältiges Engagement für den Fairen Handel in Kelheim, eine Vielzahl von Schulen, Kirchengemeinden und Geschäften bieten bereits seit langem Fairtrade-Produkte zum Verkauf. Die fünf notwendigen Kriterien, um Fairtrade-Stadt zu werden, wurden von Kelheim mehr als erfüllt.

Bürgermeister Fritz Mathes würdigte die Arbeit der Steuerungsgruppe mit dem Zitat von Henry Ford:
„Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten führt zum Erfolg“.

Auch wenn der Wetterbericht nicht gehalten hat was er vorausgesagt hat, so war es doch eine rundum gelungene Veranstaltung. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal mit einem aufrichtigen „Vergelt´s Gott“ für das tolle Engagement der Kelheimer Steuerungsgruppe bedanken, gratuliere noch einmal ganz herzlich zur Auszeichnung und hoffe dass die Kampagne noch viele Nachahmer findet.

In diesem Sinne, weiterhin alles Gute für die „Stadt im Fluss.“