1000 Fairtrade-Rosen von „Rote Rosen“- Schauspieler Gerry Hungbauer, ein eigens komponierter Fairtrade-Song und eine faire Probier- und Informationsmeile – die Stadt Lüneburg hatte zur ihrer Auszeichnung als 100ste Fairtrade-Town ein beachtliches Programm auf die Beine gestellt.

Bei strahlendem Sonnenschein war am Samstagvormittag das Heinrich-Heine Haus bis auf den letzten Platz gefüllt und alle freuten sich über den neuen fairen Titel ihrer Stadt.

Lüneburg freut sich über den Titel 100ste Fairtrade-Town

Die Veranstaltung wurde mit einem echten Highlight eröffnet, die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Soderstorf und ihr Lehrer Jens Wagner stimmten die Gäste mit ihrem Fairtrade-Song  „Fair geht vor“ auf das Thema hinter der Auszeichnung ein.  Souverän und mit viel Spaß sangen die Kinder von mehr Gerechtigkeit und fairen Chancen für die Produzentinnen und Produzenten im Süden. Ich war absolut beeindruckt und die Kinder hatten schnell alle Gäste in ihren Bann gezogen.

 

Danach sprach Herr Bürgermeister Andreas Meihsies über die Motivation der Stadt und freute sich über das tolle Engagement für den Fairen Handel in Lüneburg. Und dazu hat er allen Grund. Lüneburg hat die fünf Kriterien zur Erreichung des Titels Fairtrade-Town mehr als erfüllt. Bei der Stadtverordnetenversammlung wird nur noch fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Fairtrade-Produkt ausgeschenkt. Zahlreiche Supermärkte, Bio- und Naturkostläden sowie gastronomische Betriebe bieten in Lüneburg fair gehandelte Produkte an. Besonders hervorzuheben sind hier der Weltladen im Heinrich-Böll-Haus, die Cafés und Mensen der Leuphana Universität und die Edeka Bergmann, die die 1000 Fairtrade-Rosen für die Auszeichnung gesponsert hat sowie die Edeka Sandpassage. Darüber hinaus ist der Faire Handel fest in die Lehrpläne diverser Schulen, wie dem Gymnasium Oedeme, integriert und Vereine engagieren sich zivilgesellschaftlich für das Thema. Eine Kostprobe gab es vom Verein Lünebohne e.V., der zur Auszeichnung seinen eigenen fair gehandleten Kaffee ausschenkte. Und auch die Evangelische & Katholische Hochschulgemeinden integrieren das Thema in Seminare und bieten Projektwochen zum Fairen Handel an. Bewusstsein schaffen die lokalen Medien, die den Fairen Handel immer wieder in der Lüneburger Presse aufgreifen.

Nachdem ich mich in meiner Rede für dieses tolle Engagement bedanke, ist Eva Freund, die Sprecherin der Steuerungsgruppe, an der Reihe. Wo wir bei den wichtigsten Akteuren dieser Auszeichnung angekommen wären: Ohne diese Menschen, die sich oft ehrenamtlich in ihrer Freizeit für die Kampagne Fairtrade-Towns einsetzen, wäre die Auszeichnung heute in Lüneburg nicht möglich gewesen! Sie plauderte aus dem Nähkästchen vom spannenden Weg vom ersten Treffen der Steuerungsgruppe bis hin zur heutigen Auszeichnung als Fairtrade-Town. Zu erwähnen sind stellvertretend für alle Mietglieder der Steuerungsgruppe an dieser Stelle auch Ingrid Dziuba-Busch, Jan Geffken und Torben Schneider.

Im Namen von TransFair e.V. durfte ich dann dem Bürgermeister Andreas Meihsies stellvertretend für die Stadt Lüneburg die Urkunde überreichen. Dazu gab es prominente Unterstützung von Gerry Hungbauer, Schauspieler der Serie „Rote Rosen“, die in Lüneburg gedreht wird. Symbolisch verteilte er im Verlauf der Veranstaltung 1000 Fairtrade-Rosen – eine sehr charmante Kombination, wie ich finde.

 

Im Anschluss wurden die Gewinner eines Ideenwettbewerbs für neue faire Projekte mit Präsentkörben prämiert. Denn in Lüneburg sind sich alle einig: Die Auszeichnung als Fairtrade-Town ist erst der Anfang der fairen Erfolgsgeschichte.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung gaben dann die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Soderstorf ein zweites Mal ihren Song zum Besten. Und ich hatte das Vergnügen gemeinsam mit Herrn Bürgermeister Meihsies zu meiner Rechten und Gerry Hungbauer zu meiner Linken tatkräftig den Refrain mitzusingen: „Fair geht vor, Fair geht vor wowow….“. Eine absolut gelungene Auszeichnung in Lüneburg!

Fotonachweis: Hansestadt Lüneburg